Wir waren die letzten 14 Tage wahrllich nicht untätig, auch wenn vielleicht der Eindruck entstanden ist. Nein, auf unseren Wunsch hin haben wir uns mit allen Fraktionsvorsitzenden zu persönlichen Gesprächen getroffen und sehr offene,  sachliche und äußerst informative Gespräche geführt. Man hat sich näher kennen gelernt und gemeinsam nach für beiden Seiten zufriedenstellenden Lösungen gesucht - und - wie wir denken, auch gefunden. Diese Gespräche waren richtig gut und wir denken, dass der Gemeinderat für die Bebauung des Schießgeländes die richtigen Entscheidungen fällt und der Schießpark letztendlich fast verschont bleibt und nach der Baumaßnahme sogar verschönert und in neuem Glanze strahlt.

BürgerInitiative "Der Schiesspark muss so bleiben, wie er jetzt ist!"

Der direkt am Neumagen gelegene Schießpark, ging im Jahr 2014 per Erbschaft in den Besitz der Gemeinde Bad Krozingen über, über mit der Auflage, ihn so zu erhalten, wie er jetzt ist. Nunmehr soll auf der Rückseite (Lammplatz) wo das kleine Schießhäusle steht ein großer Betonklotz gebaut werden und die Zufahrt zu diesem Neubau soll dann über eine Tiefgarage unter dem Schießpark erfolgen. Ein Unding wenn man bedenkt, dass das Erbe nicht respektiert wird, bzw. werden könnte, weil auf jeden Fall Bäume und Büsche geopfert werden müßten. Desweiteren liegt der Schießpark - zugegebenermaßen nicht der Schönste - aber nichtsdestotrotz schützenswert. Er gehört nun mal zu der grünen Lunge Bad Krozingens. Der idyllische Uferweg - in diesem Bereich ebenfalls Fußweg - geht von Biengen nach Staufen. Für die Zufahrt zur TG muß aber praktisch das komplette Neumagen-Opfer geopfert werden. Alle Welt redet vom Klimaschutz und in der gleichen Sitzung, in der dieses Bauvorhaben, das 1. Mal öffentlich im Gemeinderat vorgestellt, wurde ein Klimaschutzkonzept für BK verabschiedet. Wie paßt das? Mal ganz davon abgesehen, dass dieses Gebiet im Hochwasserschutzgebiet im HQ 100-Bereich liegt.

Man kann sich vorstellen, dass bei geplanten 18 Wohneineiten und 37 Stellplätzen ein reger Verkehr herrscht und natürlich entsprechende Abgase entstehen in dem bis jetzt verschonten Kleinklima am Neumagen.

Widersinnig das Ganze auch, wurde doch gerade erst mit großem Prozedere die Bahnhofstraße zur Fußgängerzone erklärt, um den Ortskern autofreier zu bekommen.

Wir fragen uns also, was denken sich Investor, Bürgermeister und ein Teil des Gemeinderates bei dieser Geschichte? Ganz klar, es steht der Profit im Vordergrund und nicht die Erhaltung eines hübschen Stadtbildes und der des Schießparkes. Traurig aber wahr.

 

Wer sind wir?


In der BürgerInitiative "Der Schiesspark muss so bleiben, wie er ist!" ist wieder die gleiche Arbeitsgruppe aktiv, die auch den Bau des Hotels im Kurpark verhindert hat.

Warum haben wir uns entschlossen, aktiv zu werden? Ganz einfach: wir wurden von unglaublich vielen Bürgern, die über die vielen Baumaßnahmen in BK und die immer größer werdende Vernichtung von Grünflächen im Ort, nur noch den Kopf schütteln, entsetzt sind, regelrecht aufgefordert, wieder aktiv zu werden. Nach langen Beratungen haben wir uns deshalb entschlossen, dem Kampf erneut aufzunehmen.

Wir werden - je nachdem, was Investor, BM und die Gemeinderäte so beschließen, wieder mit Info-Ständen, Unterschriftenlisten etc. aktiv werden. Jetzt warten wir mal die Begehung am 4.7.2016 ab und dann sehen wir weiter.

Wir möchten den Schiesspark als solchen, den Badweg und das Neumagen-Ufer so erhalten, wie es jetzt ist.

Je nach Testament - welches wir natürlich nicht kennen, könnte die Gemeinde ja auch evtl. mal etwas zur Verschönerung des Parkes beitragen. Dagegen hätte Fam. Schieß vermutlich überhaupt nichts.

 

--> keine Unterbauung des Schießparkes!

 

--> kein zusätzlicher Verkehr durch Zufahrtsstrasse - Erhaltung des idyllischen Badweges

 

--> Erhalt des Neumagen-Ufers in seiner jetzigen Form

 

Und zum guten Schluß noch eine Feststellung: natürlich wissen wir, dass einige Stadträte und Bürger Vorbehalte gegen uns haben. Warum? Man ist der Meinung, man sei von den Bürgern gewählt worden - was ja richtig ist - , und "wisse am besten, was für die Bürger richtig ist." Viele Wahlversprechen wurden und werden jedoch nicht eingehalten, so auch die unseres Bürgermeisters Kieber, der vor seiner Wahl antrat mit dem Versprechen "die Bürger frühzeitig zu informieren, einzubinden", Transparenz war auch sein Motto. Davon war sowohl beim Hotel im Kurpark, als auch jetzt nichts zu merken.  Diese Transparenz fehlt den Bürgern auch bei den Entscheidungen des Gemeinderates.

Es wurde auch darauf hingewiesen, dass diese Stadträte Expertenrat einholen und ehrenamtlich arbeiten würden.

 

Jow, genau das tun wir auch: wir haben in der Arbeitsgruppe nur Experten und sind letztendlich mit allen aktiven Unterstützern ebenfalls ehrenamtlich unterwegs. Desweiteren finanzieren wir Werbemittel für unsere Arbeit, wie z. B. T-Shirts, Aufkleber, Buttons etc. aus eigener Tasche und nicht aus dem "Finanzsäckel" der Gemeinde!

 

Und wären die Bürger mit den Entscheidungen des Gemeinderates einverstanden, hätten sich nicht 4937 Bürger beim letzten Bürgerentscheid uns angeschlossen und einen haushohen Sieg möglich gemacht.

 


ImpressionEN